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Darmgesundheit und Mikrobiom

 "Viel körperlich und seelisches Weh hat seine Ursache meist im Bauch", sagte schon Pfarrer Kneipp vor 120 Jahren. Auch ich sehe die Balance  der Darmflora und die Verdauungsfunktion als zentral für die Gesundheit des gesamten Organismus.

Doch der Darm ist mehr als ein Verdauungsorgan.
Der Darm gilt als das "zweite Gehirn" in unserem Körper: Mit einer Länge von etwa 6 Metern, einer Oberfläche von etwa 200 Quadtratmetern und einer größeren Ansammlung von Nervenzellen als im Gehirn beeinflusst das größte Verdauungsorgan mit seiner Funktion unmittelbar unsere Gesundheit. Zellen der Darmwand haben eine enorme immunologische Potenz, so dass der Darm mit dem größten Immunsystem im Körper wesentlich für eine gut funktionierende Abwehr ist. Ist jedoch das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora, die aus etwa 100 Billionen Bakterien besteht, gestört, wird unser Wohlbefinden massiv beeinträchtigt. Es folgen Krankheiten, deren Auslöser zum Teil gar nicht mehr erkennbar ist, wie beispielsweise chronische Schmerzsyndrome, Autoimmunerkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten, Stoffwechselstörungen und Hautprobleme. Störungen der Verdauung beeinflussen die Stimmung, hier kommt Wechselwirkung von Psyche und Darm über die sog. Darm-Hirn-Achse zum Tragen. Umgekehrt können auch seelische Störungen das Zusammenspiel der Verdauung massiv beeinträchtigen - Reizdarm und Reizmagen sind die Folgen, die wiederum das Wohlbefinden der Betroffenen verschlechtern.

Die individuell zusammengestellten Strategien zur Regulation der Darmgesundheit sind ein wichtige Basis für die erfolgreiche Therapie jeder Erkrankung.

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